Firmengründung
Analysen

Spitzenwert: 522 neue Firmen im Oberwallis eingetragen

Im vergangenen Jahr haben sich im Oberwallis über 500 neue Unternehmen im Handelsregister eintragen lassen. Diese Zahl steigt seit Jahren stetig, wie ein Blick in die Statistik des Handelsregisteramts Oberwallis zeigt. Gleichzeitig erreicht aber auch die Zahl der gelöschten Firmen einen Höchstwert.

522 Neueintragungen. So viele Unternehmen wurden im letzten Jahr neu ins Oberwalliser Handelsregister eingetragen. Im Rückblick bestätigt sich damit der Trend der letzten Jahre. Waren es 2015 noch 284 Neueintragungen, lag die Gesamtzahl zehn Jahre später fast doppelt so hoch. Dazwischen ist sie praktisch durchgehend gestiegen. Die meisten neu gegründeten Firmen wählten die GmbH als juristische Form (230), während 132 Neueintragungen auf Einzelunternehmen und 106 auf Aktiengesellschaften fielen. Im gleichen Zeitraum mussten allerdings auch deutlich mehr Löschungen verzeichnet werden. Diese beliefen sich im Jahr 2025 auf insgesamt 325 Firmen (2024: 204).

Schweizweites Rekordjahr

2025 markiert schweizweit einen neuen Spitzenwert bei den Firmengründungen. Laut einer nationalen Studie des IFJ Instituts für Jungunternehmen wurden insgesamt 55'654 neue Firmen ins Handelsregister eingetragen - pickt man den Kanton Wallis heraus, belieft sich die Zahl auf 2705 Eintragungen (2024: 2580). Damit wird das Rekordniveau des Vorjahres 2024 landesweit alleine in diesem Jahr um stolze +5.1% übertroffen. Mehr neue Firmen würden gleichzeitig aber auch die Dynamik für Firmenschliessungen erhöhen, heisst es in der IFJ-Studie. Tatsächlich erreichten die Firmenkonkurse in der Schweiz ebenfalls ein erhöhtes Niveau.

Insgesamt wurden rund 14'958 Konkurse verzeichnet, davon 11'915 infolge von Insolvenzverfahren und 3'043 aufgrund von Organisationsmängeln. Ausschlaggebend für diesen markanten Anstieg ist eine Gesetzesänderung per 1. Januar 2025. Seither müssen auch die öffentliche Hand sowie Betriebe des öffentlichen Rechts Unternehmen auf Konkurs betreiben und sind damit privaten Gläubigern gleichgestellt. Diese Neuregelung habe dazu geführt, dass über deutlich mehr Firmen formell ein Konkursverfahren eröffnet wurden, wird Claude Federer, Chef des Gläubigerverbandes Creditreform, von IFJ zitiert.

Träume leben, Ideen umsetzen

Simon May, Co-Geschäftsführer des IFJ, erklärt sich die positive Entwicklung bei den Firmengründungen wie folgt: „Die hohe Zahl an Gründungen zeigt die ungebrochene Motivation vieler Menschen, ihre Träume zu leben und eigene Ideen umzusetzen. Gleichzeitig gehört es zum natürlichen Kreislauf einer gesunden Wirtschaft, dass Unternehmen auch wieder verschwinden. Entscheidend ist, dass neue Ideen und Chancen entstehen.“ Die Gründe für Löschungen seien vielfältig – von veränderten Marktbedingungen über steigende Kosten bis hin zu fehlender Nachfolge.

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