Wirtschaftsforum sagt Nein zur «10-Millionen-Schweiz» Initiative
Das Wirtschaftsforum Oberwallis (Wforum) empfiehlt der Stimmbevölkerung ein klares Nein zur eidgenössischen Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz». In einer Blitzumfrage unter seinen Mitgliedern waren drei Viertel der teilnehmenden Walliser Unternehmen gegen die eindimensionale Nachhaltigkeitsinitiative. Die Begründung ist eindeutig: Ein starrer Bevölkerungsdeckel trifft die Oberwalliser Wirtschaft dort, wo sie bereits heute am verwundbarsten ist.
Im Oberwallis arbeiten Menschen aus mehr als 120 Nationen. In Tourismus, Industrie, Bau und im Gesundheitswesen sind ausländische Mitarbeitende keine Randerscheinung, sondern unverzichtbar. Ohne Zuwanderung könnten viele Unternehmen in unserer Region ihren Betrieb heute nicht mehr aufrechterhalten. Dass die Schweiz langfristig auf Zuwanderung angewiesen ist, belegen Zahlen aus der nationalen Arbeitsmarktforschung: Mehr Personen scheiden aus dem Erwerbsleben aus, als neu eintreten.
Im Oberwallis ist dieser Trend besonders sichtbar — der Geburtenüberschuss war in vier der letzten fünf Jahre negativ. Es droht eine umgedrehte Alterspyramide, bei der zu wenig Erwerbstätige in die Sozialwerke einbezahlen. Wachstum oder überhaupt ein Ausgleich entsteht nur durch Zuwanderung. Eine solche Zuwanderung wirkt gerade auch in Berggebieten existenzsichernd und verhindert den Schwund bestehender Angebote.
